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Wir schreiben das Jahr 2050. Die Lager sind voll vernetzte Systeme, in denen Produkte und Transportfahrzeuge selbstständig miteinander kommunizieren. Eine Packung Milch meldet automatisch, wenn die Mindesthaltbarkeit erreicht ist. Oder ordert Ersatz, wenn sie auf dem Weg in den Supermarkt ausläuft. Selbstfahrende Lkws wissen, welche Waren gerade gebraucht werden und transportieren diese autonom vom Lager zum Kunden – ohne dass sie ein Mensch zentral steuern muss. 

Digitaler Wandel: Viele Unternehmen warten noch ab

Der Ausblick in die Zukunft zeigt, wie die digitalisierte Logistik schneller, effizienter und flexibler wird. Schon heute steht die Gesellschaft an der Schwelle zur Industrie 4.0, in der sich Maschinen und Systeme miteinander vernetzen und über das Internet der Dinge kommunizieren. In Zukunft steuern aber nicht mehr Menschen die Maschinen: Die Maschinen sind dezentral untereinander vernetzt und kommunizieren automatisch über das Internet der Dinge.

Durch das Internet, das Menschen und Systeme auf der ganzen Welt verbindet, stehen wir schon heute an der Schwelle dieser neuen Zeit. Die Skepsis gegenüber dem digitalen Wandel ist in der Transport-Branche dennoch vorhanden. Laut einer Studie der Bundesvereinigung Logistik (BVL) aus dem Jahr 2016 schätzen zwar
73 Prozent aller Befragten die positiven Effekte der Digitalisierung für hoch bis sehr hoch ein. Mehr als die Hälfte will jedoch abwarten, bis erprobte Lösungen vorliegen.

Doch ist Abwarten wirklich eine gute Idee? Die Entwicklung zeigt: In Zukunft werden nur die Unternehmen bestehen, die gut vernetzt sind und schnell auf Kundenwünsche reagieren. Das haben Experten auf dem 33. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin bestätigt. Unter dem Motto „Den Wandel gestalten“ trafen sich im Oktober 2016 Experten aus Industrie, Handel und Dienstleistung und diskutierten darüber, wie die Logistik den digitalen Wandel für sich nutzen kann.

Digitaler Wandel: Chancen und Herausforderungen

Die Endkunden treiben den digitalen Wandel maßgeblich voran, wie auch die Studie des BVL zeigt. Warum? Durch Online-Shopping steigen die Ansprüche der Kunden: Sie bestellen jederzeit, was und wohin sie wollen. Die Bestellung soll idealerweise noch am selben Tag ankommen. Same-Day-Delivery funktioniert aber nur dann reibungslos, wenn Logistik und Handel mit entsprechender Software gut miteinander vernetzt sind. Deshalb profitiert die Informationstechnologie vom digitalen Wandel.

Um das beste Kundenerlebnis zu bieten, wird es in der Logistik immer wichtiger, große Datenmengen zu sammeln, zu verknüpfen und diese Daten zu analysieren. Bei den Predictive Analytics zum Beispiel, treffen Unternehmen durch Datenmodelle Vorhersagen darüber, wie sich eine Situation entwickeln wird: Paketlieferdienste sammeln Wetterdaten und analysieren, wie lange eine Paketzustellung bei Schneefall oder Schönwetter braucht. So wissen sie bei einer ähnlichen Wetterlage genau, wieviel Zeit sie einplanen müssen. Oder sie werten empirische Daten aus, die sie während der Rush-Hour gesammelt haben. Mithilfe dieser Daten schlägt die Software dem Fahrer zu Stoßzeiten eine alternative Route vor, mit der er schneller ans Ziel kommt. Unternehmen erfüllen dadurch die Erwartungen Ihrer Kunden und verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil.

Für Unternehmen spielt die IT also in Zukunft eine wesentliche Rolle, um konkurrenzfähig zu bleiben. Logistik-Firmen sollten deshalb in digitale Steuerungssysteme, Software und Datenbanken investieren. Um die Technik zu bedienen, benötigen sie zudem qualifizierte Mitarbeiter. „Schüler und Studenten auszubilden und echte digitale Fähigkeiten aufzubauen, wird eine große Aufgabe für Unternehmen und Gesellschaft“, sagt Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland.

 

mensch und maschine

 

Menschen müssen vernetzt denken

Die Informationstechnologie ermöglicht zwar den Wandel – gestalten kann sie ihn allerdings nicht. Dafür braucht es die Menschen dahinter. Mitarbeiter müssen lernen, vernetzt und lösungsorientiert zu denken. Sie sind aufgefordert, schnell und mutig zu entscheiden und auch über große Distanzen gut zusammenzuarbeiten.

Ein gut vernetztes Transportmanagementsystem (TMS) hilft Ihnen dabei, Ihre Prozesse zu planen, zu steuern und zu optimieren. Die Experten von inet beraten und schulen Ihre Mitarbeiter, wie sie das TMS clever nutzen. So sparen Sie Kosten und haben wieder Zeit für diejenigen Themen, die Ihnen am Herzen liegen.

inet bringt sowohl die Erfahrung aus der IT- als auch der Logistikbranche mit – eine ideale Kombination, wie ein Paketdienst-Manager aus der BVL-Studie bestätigt: „Die wirklich erfolgreichen Unternehmen im Logistikbereich sind IT-Unternehmen, die Logistik gelernt haben“.

Wo wir jetzt stehen

Laut Professor Günther Schuh vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie ist die Logistik-Branche noch immer nicht bei der echten digitalen Vernetzung angekommen. Um dorthin zu gelangen, müssen wir noch schneller auf Kundenanfragen reagieren und am besten direkt umsetzen.

Um den digitalen Wandel zu ermöglichen, sollten wir alte Prozesse überdenken, Dinge ausprobieren und neue Wege gehen. Unternehmen sollten Ihren Mitarbeitern auch zugestehen, Fehler zu machen und daraus zu lernen.

Und wo bleibt der Mensch im Jahr 2050? Logistik-Experten sehen die Zukunft positiv: In der Industrie 4.0 werden Mitarbeiter nicht durch Maschinen ersetzt. Sie steuern und kontrollieren immer noch die Warenströme. Dass es dafür genügend Fachkräfte gibt, ist eine wichtige Aufgabe für die Gesellschaft.