inet-logistics in der Dornbirner Färbergasse „optimiert“ täglich tausende LKWs weltweit.

Eigentlich gebührt Oswald Werle längst so etwas wie ein Umwelt-Oskar. Seit 15 Jahren widmet er sich hauptberuflich dem Thema Verkehrsvermeidung.
Werle hält dazu allerdings keine Politikerreden, verteilt keine Flugblätter und demonstriert auch nicht auf der Brennerautobahn.

Es ist vielmehr eine geniale Software, genannt inet TMS, mit der seine Firma inet anderen Unternehmen hilft, ihre Transporte zu optimieren. Und global agierende Firmen weltweit nehmen dieses Angebot gerne an: Sie sparen sich damit nämlich bis zu 20 Prozent ihrer Transportkosten.

 

Wachstum bei 15 Prozent

Dieses Argument überzeugt und beschert dem Dornbirner Vorzeigeunternehmen mit inzwischen weltweit 140 hochqualifizierten MitarbeiterInnen seit vielen Jahren Wachstumsraten von 15 Prozent und mehr.

Begonnen hat alles mit einem berufsbegleitenden Nachdimplomstudium an der Uni St. Gallen, das der damalige Leiter der Informatik-Abteilung bei Gebrüder Weiss 1998 in Angriff genommen hatte.

Während dieses Studiums und vor allem im Rahmen eines dazugehörenden Aufenthaltes in Berkley, USA, erkannte er die Möglichkeiten des Internet. Dieses steckte damals bei uns noch in den Kinderschuhen und war mit viel Misstrauen behaftet.

 

Internet-Potenzial erkannt

Für die Optimierung von Gütertransporten war auch damals viel gemacht worden. „Kein Spediteur fährt freiwillig mit einem halbvollen LKW durch die Gegend um Anrainer zu ärgern“, stellt Werle klar.

Die Techniken und Kommunikationswerkzeuge, die man damals zur Verfügung hatte, waren aber in der Hauptsache Telefax und Telefonanrufe. Damit war es kaum möglich, zum Beispiel für eine kurzfristig ausgefallene (Teil-)Ladung auf einer bestimmten Strecke alternatives Transportgut „aufzutreiben“.  Das Internet, so erkannte Werle schon damals, war die ideale Plattform mit der es möglich sein würde, Transportanforderungen und Kapazitäten in Echtzeit miteinander zu verknüpfen.

An diese Idee glaubten auch die Besitzer der „Gebrüder Weiss“, die bis heute an der Firma eine Mehrheitsbeteiligung halten. Heute ist das Internet - entgegen aller Unkenrufe der seinerzeitigen Skeptiker - allgegenwärtig. Fahrer sind permanent erreichbar, ihre Fahrzeuge können jederzeit metergenau geortet werden.

Trotzdem sind die LKW auf europäischen Straßen auch heute noch durchschnittlich mit nur knapp 60 Prozent der möglichen Ladekapazität unterwegs. Deutlich mehr Auslastung - auf der Straße, zur See und in der Luft - aber ermöglicht das intelligente inet TMS. Und das durchwegs für Weltfirmen, die international agieren und entsprechende Transportvolumina bewegen.