Frank at IBM Think 2018 conference

 

Gastbeitrag von Frank Blau: Vor zwei Wochen hatte ich das Vergnügen an der IBM Think Konferenz 2018  in Las Vegas teilzunehmen. Neben der Chance Elvis zu treffen sowie In-N-Out Burgers zu genießen, bot es mir die außergewöhnliche Gelegenheit, das riesige IBM Ökosystems zu erkunden.
Dass ich vor Kurzem den IBM Champion Award  für meine Arbeit als Botschafter für Blockchain und IBM Cloud erhalten hatte, machte den Trip noch interessanter. Obwohl mir die Auszeichnung nicht die Registrierungs- und Wartezeiten ersparte, war es eine tolle Erfahrung mit Leuten zu sprechen, die den Champion-Award kennen und schätzen.

Die Gigakonferenz

Heuer wurden erstmals mehrere produktsuite-spezifische Konferenzen (z.B. zu IBM Watson, IBM Cloud) in diesem einen großen Event zusammengeführt. Die dementsprechend größere Bandbreite und Besucheranzahl von mehr als 40 000 Teilnehmern hätten leicht zu Verwirrung und Unklarheiten führen können. Dank einer großartigen Organisation konnte jedoch einerseits ein grober Überblick über die wichtigsten Trends gegeben werden. Andererseits wurde der Rahmen geschaffen schnell und einfach in spezifische Themen tiefer einzutauchen durch persönliche Gespräche, Schulungen und Workshops.

In Ökosystemen, nicht in Produkten denken – bereits bei der Entwicklung

Trotz des breiten Spektrums waren klare Trendthemen erkennbar. Man mag mir Befangenheit vorwerfen aber es scheint einen beträchtlichen Fokus auf die Konvergenz einiger breiter Technologien wie Containerisierung, Microservices, Cognitive Computing, Blockchain und Cloud zu geben. Auf praktisch jede vertiefende Session zu einem Einzelthema kam eine holistische Präsentation, die die Interdependenzen und die Synchronität zwischen ihnen aufzeigte und sie über mehrere Märkte hinweg anwendete. Dementsprechend wurde der wirtschaftliche Wert betont Sektoren wie Supply Chain, Finanzen, Gesundheitswesen oder Fertigung als Teil eines größeren Ökosystems zu sehen. Daraus ergibt sich der vielleicht noch wichtigere Imperativ Produkte so zu gestalten und zu entwickeln ALS OB sie bereits ein gemeinsames Framework hätten. Zwei Aussagen, die mir dazu besonders gefielen, kamen wenn ich mich richtig erinnere von Blockchain Genereal Manager Marie Weck bei IBM: "Entwickeln Sie nicht für Produkte, sondern für Ökosysteme" und "Entwickeln Sie für einen Markt, nicht für einen Kunden". Natürlich positionierte sich IBM als Anbieter der Wahl in besagtem Ökosystem und unterstrich das mit stattlichen Demonstrationen und Beispielen.

Blockchain für die Supply Chain

Ein weiteres Highlight war für mich der Vortrag des Joint Ventures von IBM und Maersk zur Implementierung einer Blockchain-basierten Lieferkette. Zwar muss die organisatorische Struktur erst noch offiziell bekannt gegeben werden, aber das Engagement von Maersk und auch IBM war beeindruckend. In mehreren konstruktiven Folgegesprächen mit Vertriebs- und Marketingmitarbeitern des Projekts wurden viele meiner Hauptinteressen angesprochen -die Integration von unabhängigen Drittanbietern im Softwarebereich (wie inet), Standards im Datenaustausch und die Förderung eines starken Entwickler-/ Partnernetzwerk um Implementierungen mit anderen Akteuren zu unterstützen. Ich freue mich darauf zu sehen, wie diese dezentrale Technologie und die strukturierte Welt der Transportmanagement-Software ihre Kräfte bündeln können, um effizientere und profitablere Ökosysteme zu ermöglichen.

Ein interessantes Beispiel für Konvergenz war eine Präsentation von Maersk über ihre "Always On"-Bereitstellung mit Kubernetes-Containerisierung. Von der Einführung Cloud-basierter Microservices bis hin zu fortschrittlichen Technologien wie dem Kafka-Streaming basieren diese Initiativen in erster Linie auf der Implementierung von Core-Cloud-Services mit containerisierter Bereitstellung. Die Grundlagen des Ansatzes wurden in dem einen oder anderen Deepdive behandelt. Ich denke, dass dieser Ansatz die Voraussetzung sein wird um in den Ökosystemen des nächsten Jahrzehnts erfolgreich zu sein.

Ich möchte IBM und meinen Vorgesetzten bei inet dafür danken, dass sie mir die Teilnahme an dieser faszinierenden Konferenz ermöglicht haben und ich freue mich auf ein lohnendes und einflussreiches Jahr als IBM-Champion bei inet.

 

Frank Blau ist Data Architect bei inet-logistics.
Man kann ihm auf Twitter und LinkedIn folgen und beim 13. Blockchain Meetup in Liechtenstein treffen.