„Aspire, Challenge and Transform in a Disruptive World“ – das ist das Thema der Gartner Supply Chain Executive Conference 2017. Denn disruptive Technologien wandeln Supply Chain und Transport Management um – und verdrängen herkömmliche Prozesse. Unternehmen müssen herausfinden, wie diese Technologien funktionieren und wie sie kombiniert werden können.

Jetzt zahlen sich die Innovationen aus

Schon in der Opening Keynote sprechen Experten darüber, wie verschiedene Technologien die Supply Chain verändern. Dabei betonen sie, dass diese nicht unbedingt neu sind. Viele – wie künstliche Intelligenz – gibt es schon seit längerer Zeit. Aber erst jetzt ist es soweit, dass die Computer ausreichend Leistung bringen und die Anschaffungskosten bezahlbar sind. Nun ermöglichen die Technologien es der Logistik, Prozesse kosteneffizient anzupassen und zu verbessern. 

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Disruptive Technologien effizient kombinieren

Doch wie kann die Logistik mit disruptiven Technologien wie Artificial Intelligence, Blockchain und Internet of Things arbeiten? Und zwar so, dass die Veränderungen sich in eine positive Triebkraft wandeln, anstatt dem Business zu schaden. Dazu ist es wichtig zu wissen, wie diese Technologien verschiedene Bereiche der Supply Chain beeinflussen.

Das wird zum Beispiel beim Thema künstliche Intelligenz deutlich: Aktuell investieren viele Firmen vor allem in Auswertungstools und in maschinelles Lernen, um die Analyse der Daten zu steuern. Das Internet of Things bringt heute große Mengen an Informationen mit sich und erfordert neue, leistungsstarke Tools, die lernfähig sind. Es ist wichtig, die Machine Learning-Technik auf die Datenmengen anzuwenden und sie auf eine dezentralisierte Weise einzusetzen, sodass jeder darauf zugreifen kann – zum Beispiel in einer Cloud. All die neuen Technologien spielen zusammen, greifen ineinander und sparen so Zeit und Kosten. 

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Artificial Intelligence und Cognitive Computing

Im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz geht es auch um Cognitive Computing – also darum, Maschinen dazu zu bringen, mehr wie Menschen zu denken. Die Idee ist, dass die Entscheidungen, die in der Logistik jeden Tag von Menschen getroffen werden, auch von Computern gefällt werden können.
Doch dafür benötigen sie Training. „Ein guter Anwendungsfall ist die Modellierung komplexer Supply-Chain-Prozesse mit Künstlicher Intelligenz, um sie besser zu verstehen und zu optimieren“, sagt Joanne Wright, IBM VP Supply Chain.

Sie zeigt, wie Watson, eine künstliche Intelligenz von IBM, die Lieferkette optimiert. Denn: Supply Chains sind die perfekte kognitive Herausforderung. Sie sind komplex und bestehen aus verschiedenen Teilen, die jederzeit ausfallen könnten. Weil sie alle Informationen bündelt und Erfahrungswerte hat, hilft die künstliche Intelligenz in Kombination mit der Blockchain und dem Internet of Things, Störungen mit hoher Geschwindigkeit zu antizipieren, darauf zu reagieren und die Produktivität zu steigern. 

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Fazit aus der Gartner Supply Chain Executive Conference

Eine wichtige disruptive Technologie ist auf lange Sicht die Blockchain, denn sie ist sehr einfach und doch sehr mächtig. Während andere Technologien wie Machine Learning sehr komplex sind. Das Internet of Things existiert bereits – und lässt sich nutzen. Die Frage ist nur, was Sie mit all den Informationen machen, die Sie bekommen.

Es gilt, herauszufinden, wie alle in der Logistik kooperieren und disruptive Technologien einsetzen können. Jetzt ist die Zeit Innovationen zu nutzen und Transformationsstrategien zu schaffen. Nur so gelingt auch in Zukunft die Organisation einer Lieferkette, die die Leistungserwartungen erfüllt – und sogar übertrifft.