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Beim jüngsten Logistics Day in Shanghai, den inet-logistics in Kooperation mit 4flow veranstaltet hat, kamen Experten aus den verschiedensten Bereichen des Supply Chain Managements zum Austausch zusammen, unter anderem aus den Branchen Automotive, Maschinenbau, Konsumgüter und Handel sowie Logistikdienstleister. Die Teilnehmer diskutierten sowohl die aktuellen Herausforderungen für die Logistik in China als auch die eindeutigen Vorteile der digitalen Technologien, wie beispiels­weise reduzierte Kosten, gesteigerte Effizienz und Transparenz.

Erfolgreiches Insourcing dank digitaler Lösungen

Magnus Ödling, Director Inbound Logistics Asia Pacific bei Volvo Cars China, präsentierte das Projekt von Volvo Cars und 4flow zum Insourcing der ehemals fremdvergebenen Inbound-Logistik mit der Implementierung des inet TMS. Aufgrund des Erfolges und der überzeugenden Ergebnisse entschied sich Volvo Cars, gemeinsam mit 4flow im ersten Schritt zu beleuchten, welche Potenziale die Insourcing-Strategie für die chinesischen Werke von Volvo Cars bietet. Die Ergebnisse der Untersuchung bestärkten den Fahrzeughersteller darin, eigene Inbound-Logistikstrukturen in China aufzubauen. Das Netzwerk von Volvo Cars in China umfasst vier Produktionswerke, zwei Konsolidierungszentren und rund 900 Zulieferer sowie mehr als 1.000 Quelle-Senke-Relationen mit jährlich bis zu 125.000 Transportaufträgen.

Mit der kürzlich erfolgten Implementierung hat Volvo Cars die Kontrolle über die eigene Inbound-Logistik zurückerlangt. „Durch die Zusammenarbeit mit 4flow haben wir unsere gesteckten Ziele übertroffen und die Inbound-Kosten pro Fahrzeug signifikant reduziert. Wir haben eine gute Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum von Volvo Cars geschaffen“, berichtete Magnus Ödling. Seinem Unternehmen, so Ödling, habe der Schritt, eine neue Inbound-Logistik in China aufzubauen, die notwendige Transparenz verschafft, um Prozesse kontinuierlich optimieren zu können. „Wir handeln jetzt näher am Kunden, kennen unsere Produkte und die Leistungen unserer Zulieferer besser.“

 

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Fortschritt durch Standardisierungen und Digitalisierung

Die Standardisierung ist nach Ansicht von Magnus Ödling notwendige Grundlage für den Einsatz eines Transportmanagementsystems (TMS). „Man benötigt saubere Stammdaten. Wir haben 900 Zulieferer und erhalten täglich hunderte Aufträge. Das System sorgt für einheitliche Prozesse und stellt sicher, dass auch die Kommunikation und Dokumentation standardisiert abläuft. Mehr als die Hälfte unserer Transportdienstleister in China sind über EDI mit uns vernetzt. Über diese Schnittstelle erhalten sie unter anderem Bestellungen und senden uns anschließend den aktuellen Status systemseitig zurück“, so Ödling.

Das große Interesse am Thema Kostenreduzierung und der damit einhergehende verstärkte Fokus auf Effizienz und Transparenz bei chinesischen Unternehmensvertretern sorgen in der Logistik derzeit für einen rasanten Entwicklungsschub hinsichtlich digitaler Technologien. In der Podiumsdiskussion erklärte Thomas Lau, Head of Supply Chain Management & Logistics at Metro Cash & Carry China, dass sich die grundlegende Frage, ob chinesische Unternehmen ihre Supply Chain digitalisieren sollten, nicht stelle. „Es geht schlussendlich um die Frage, ob Unternehmen digitalisieren oder sich vom Markt verdrängen lassen wollen. Immer mehr Kunden erledigen ihre Einkäufe beispielsweise über mobile Endgeräte“, so Lau.

George Zhao, Vice President bei 4flow in Shanghai, kommentierte die Standardisierungstendenzen in China: „Es gibt Millionen von einzelnen Fahrern und kleinen Transportunternehmen. Nun bauen immer mehr dieser Marktanbieter ihre eigene Flotte auf. Das ist eine sehr positive Entwicklung, denn standardisierte Fahrzeuge werden die Effizienz in der chinesischen Logistik maßgeblich steigern.“

 

Podiumsdiskussion

 

Mobile Lösung für den chinesischen Markt

Eine mobile, auf WeChat (die führende All-in-One-Kommunikations-App Chinas mit mehr als 809 Millionen Nutzern) basierende Track-and-Trace-Lösung von inet wird effektiv zur Vernetzung von fortschrittlicher Transportmanagementtechnologie eingesetzt. Der global agierende Logistikdienstleister Weiss-Röhlig präsentierte den Teilnehmern, wie er die Lösung für die Sendungsverfolgung in Echtzeit anwendet. Fahrer scannen den QR-Code eines Transportauftrages und kommunizieren mit dem verantwortlichen Disponenten per Kurznachricht, sodass beide jederzeit über den aktuellen Status informiert sind. Sobald die Lieferung erfolgt ist, fotografiert der Fahrer den unterschriebenen Ablieferbeleg und stellt ihn digital dem Disponenten beziehungsweise direkt dem Versender zur Verfügung.

Bei den Teilnehmern bestand Konsens darüber, dass Unternehmen, die erwägen, ihre Logistikprozesse neu zu strukturieren oder zu digitalisieren, immer einen Partner mit ausgewiesener China-Expertise auswählen sollten. 

 

Drei Vortragende

 

 

Weiterführende Links:

Mobile Track-and-Trace Lösung iTrace